Erste Erfahrungen mit clickworker.com

In einem früheren Beitrag hatte ich allgemein über das Thema Clickworking geschrieben und auch die Anmeldeprozedur bei clickworker.com beschrieben. Nun kann ich bereits die ersten Erfahrungen mit dieser Clickworking-Plattform zum Besten geben. Dabei geht es einerseits um die Art der Aufträge, um den Verdienst und um die Qualifizierung.

Art der Aufträge

Meine Darstellung zur Art der Aufträge ist natürlich sehr begrenzt, denn sie beruht ja erst auf einem sehr geringen Erfahrungszeitraum. Eine sehr häufige Arbeitsaufgabe ist die Bestimmung der Hauptfarbe von Produkte. So ein Auftrag wird mit 0,02 EUR pro Stück vergütet. Das ist zwar nicht viel, aber andererseits geht es schnell. Um auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von 8 EUR zu kommen, müsste man 400 Aufträge abarbeiten. Damit man 400 Aufträge in einer Stunde zu schafft, dürfte man pro Auftrag nur 9 Sekunden brauchen. Das wird ziemlich knapp, denn nach jedem Auftrag muss ja auch erst wieder die Auftragsseite neu geladen werden. Hinzukommt aber auch, dass in den meisten Fällen nach 20-30 Aufträgen, manchmal aber auch früher, Schluss ist.

Eine andere Auftrags besteht darin, ähnliche Produkte zu finden, z.B. für ein vorgegebenes Buch oder eine vorgegebene Film-DVD. Für diese Art von Aufträge erhält man zwischen 0,06 EUR und 0,12 EUR. Die Vergleichlisten sind aber auch unterschiedlich lang.

Bei einer ganzen Reihe von inhaltlich unterschiedlichen Aufträgen muss man sich ein oder sogar zwei Videos ansehen, z.B. um diese vergleichend zu bewerten.  Solche Aufträge werden deutlich besser vergütet, allerdings hatte ich mehrfach das Problem, dass die Videos nur sehr stockend angezeigt wurden, so dass man für ein Video mit einer effektiven Länge von einer Minute drei oder 4 Minuten benötigt.

Zu den Zeiten  für die eigentlichen Auftragsbearbeitung muss man noch die Zeiten hinzurechnen, die man zum Lesen der Anleitung benötigt. Diese Anleitungen sind manchmal kurz, in anderen Fällen aber auch 2-3 Textseiten lang. In bestimmten Fällen muss man auch während der Auftragsbearbeitung noch einmal in der Anleitung nachlesen.

Qualifizierung

Bereits sehr früh wurde mir eine Qualifizierung als Autor für deutsche Texte angeboten. Leider habe ich die Aufgabe etwas zu leicht genommen. Mein Ergebnis war daher nur mittelmäßig, so dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit keine Aufträge zugeteilt bekommen werde, bei denen man umfangreichere Texte verfassen muss.

Verdienst

Weiter oben habe ich bereits etwas zu den auftragsbezogenen Verdiensten geschrieben. Insgesamt komme ich auf einen Wochenverdienst von knapp 15 EUR. Die Zahl sagt nicht viel aus, wenn man sie nicht zum Zeitaufwand in Bezug setzt. Den habe ich allerdings nicht genau ermittelt. Ich schätzte, dass der druchschnittliche Stundenlohn bei etwa 4 EUR liegt.

Wochenendarbeit

Während an den normalen Arbeitstagen immer wieder in unregelmäßigen Abständen Aufträge bereitgestellt werden herrscht am Wochenende Flaute. An den bisherigen beiden Wochenenden wurde mir keine einzige Arbeitsaufgabe angezeigt.

Das scheint nicht ungewöhnlich zu sein, zumindest hat man den Eindruck, dass viele Clickworker das schon wissen – sie melden sich erst gar nicht an. Zurzeit (Sonntag, 20:00 Uhr) sind nur ca. 9.200 Clickworker online. Insgesamt hat clickworker.com 870.160 Mitglieder. Diese Zahl ändert sich natürlich ständig.